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Tuinatherapie

ÖSTERREICHISCHER ARBEITSKREIS FÜR TUINATHERAPIE (ÖAT)

Der Österreichische Arbeitskreis für traditionelle chinesische Massage – TUINA, ist im Jahr 1976 gegründet worden. Seit dieser Zeit werden Ärzte, Physiotherapeuten und diplomierte Masseure in dieser Behandlungsform unter der Leitung von Prof. Dr. Alexander Meng ausgebildet.

Ansprechpartner

Manfred Richart

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Einführung

Nichtmedikamentöse und nichtinvasive Therapien der TCM (wie z.B. Tuina, Schröpfen, Moxibustion), sind Behandlungstechniken, welche die Haut nicht verletzen.
Die chinesische Medizin generell wurde sehr früh – im 4. Jh. von Korea aus nach Japan vermittelt, zahlreiche klassische Medizinfachbücher wurden in der Originalsprache gelesen. Beide Länder sind kulturell eng mit dem Chinesischen verbunden. Wenn heute in Korea oder Japan von deren Altmedizin gesprochen wird, so ist unschwer dei chinesische Quelle zu erkennen. Obwohl die chinesische Massage schon so alt ist, wird sie in der westlichen Literatur kaum erwähnt. Nur bei Klassikern wie Hippokrates, Avicenna u.a. findet man Hinweise.

 

Die Tuinatherapie ist ähnlich der Akupunktur und zählt wie diese zu den Ordnungstherapien, basierend auf folgenden 5 Säulen:


Neurophysologisch
über die segmentale Organisation des Rückenmarks „Head’sche Zonen“


Biochemisch-physikalisch
Neurotransmitter, sowie die vermehrte Ausschüttung von Endorphin und Enkephalin


Biophysikalisch
Photoemission


Ganzheitlich
Grundsystem nach Pischinger


Morphologisch-histologisch
Spezifische Bindegewebsstrukturen nach Pischinger, Kellner und Heine

Für das Funktionieren einer Tuina-Therapie bedarf es eines intakten Nervensystems. Nur dann kann die „Gate-Control-Theorie“ die deszendierende Hemmung über Neurotransmitter bzw. Leitungsbahnen, funktionieren.

Die chinesische Massage – TUINA, wird nach 2 Grundgriffen benannt: TUI = schieben, NA = greifen. Im Medizinlehrbuch „Neijing“ (entstanden ca. 230 v. Chr.) wird bereits beschrieben, dass die Massage neben der Akupunktur von Ärzten praktiziert wird. Beide Methoden zählen zu den äußeren Behandlungsformen (ähnlich der physikalischen Therapie = äußere Therapie, medikamentöse Therapie = innere Behandlung.

Geschichte

Im Jahr 1976 wurde in der Wiener Allgemeinen Poliklinik der Österreichische Arbeitskreis für traditionelle chinesische Massage – Tuina, aus der Taufe gehoben. Seit dieser Zeit werden laufend Aus- und Fortbildungskurse in dieser Massageform abgehalten, die damals unter anderem auch noch als Meridianmassage, und Akupressur bekannt war.

Der damalige Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Akupunktur – Prof. Dr. Johannes Bischko – hat uns bei der Gründung dieses Arbeitskreises sehr unterstützt und auch sein Nachfolger – Prim. Prof. Dr. Helmut Nissel – tut dies in gleicher Weise im neuen Haus, dem Kaiserin Elisabeth Spital, in das der Arbeitskreis im Jahr 1990 gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Akupunktur, übersiedelt ist.

Bis heute haben über 4500 Kursteilnehmer an dieser Ausbildung teilgenommen. 10% davon haben die Prüfung zum Teilgebiet Bewegungsapparat erfolgreich bestanden. Heute ist der Österreichische Arbeitskreis für Tuina international ein Begriff für eine solide Ausbildung.
Ein weiterer Meilenstein für unseren Arbeitskreis für Tuina fand im August 2012 statt mit der Übersiedlung an das Neurologischen Zentrum Rosenhügel, aufgrund der endgültigen Schließung des Kaiserin Elisabeth Spitals mit November 2012.

Wogegen hilft Tuina?

Störungen im Bereich des Bewegungsapparates

Nach jedem Trauma entstehen an den Weichteilen, der Muskulatur, den Sehnen und Sehnenansätzen, den Bändern und Gelenkskapseln, sogenannte Schmerzimpulse, die auf nervalen Wegen weitergeleitet werden und eine reflektorische Muskelverspannung als Schutzmechanismus zur Folge haben. Wenn dieser Schutzmechanismus zu lange andauert, können Verwachsungen, Narbenbildungen, Mangeldurchblutung, Muskelverspannungen und Gelenksblockierungen fortbestehen, daher ist die Bekämpfung des Schmerzes der Muskelverspannungen und Gelenksverspannungen in der Traumatologie besondeers wichtig.


Die Chinesische Massage erreicht die Detonisierung auf folgenden Wegen:

  • Steigerung der lokalen und allgemeinen Durchblutung
  • Reflektorisch-analgetische Wirkung, wie wir sie von Akupunkturphänomenen her kennen
  • Postisometrische Relaxation
  • Deblockierung von Gelenksstörungen durch Weichteiltechniken und passives Bewegen

 

Günstig beeinflussbare Krankheitsbilder:

  • Cervikalsyndrom
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • Tennisarm
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Lumbago
  • Lumboischialgie

 

Interne und psychosomatische Störungen

Die Traditionelle chinesische Massage – TUINA ist besonders geeignet, vegetative und psychosomatische Störungen zu behandeln. Das Arbeitsmodell dafür liefern das Meridiansystem und die Physiologie von Yinwei Qixue – „Vitalenergie und Blut“

 

Günstig beeinflussbare Krankheitsbilder:

  • Magen-Darm-Dysfunktion
  • Durchfälle
  • Obstipation
  • postoperativer Illeus
  • Singultus
  • Gallenkolik
  • Asthma bronchiale

  • Cephalea
  • Schlafstörungen
  • essentielle Hypertonie
  • Potenzstörungen
  • Menstruationsstörungen
  • Uterussenkung
  • Rhinitis vasomotorica