Formen der Akupunktur

Es gibt nicht nur die sogenannte Nadel-Akupunktur, mittlerweile kennen wir die verschiedensten Formen, die sich von der klassischen Akupunktur abgeleitet haben.

 


Körperakupunktur:

Dünne Nadeln werde in genau definierte Punkte am Körper gestochen, mit dem Ziel, den Körper in ein dynamisches Gleichgewicht zu bringen. Der Einstich ist aufgrund des geringen Durchmessers (0,3 mm) der Nadel fast schmerzfrei. Die in Österreich verwendeten Nadeln sind sterile Einmalnadeln, d.h. sie werden nach einmaligem Gebrauch entsorgt.


Akupunktur an Somatotopien:

Eine Somatotopie ist eine Zone am Körper, auf der sich der ganze Körper reflektiert (embryologisch erklärbar). Sie wird zur Regulation von Störungen an dem Körperareal, welches sie wiederspiegelt, eingesetzt.

  • Ohrakupunktur
  • Schädelakupunktur nach Yamamoto
  • Mundakupunktur
  • Handakupunktur


Pharmapunktur:

Mit einer dünnen Kanüle wird in den Akupunkturpunkt eine geringe Menge eines Pharmakons (z.B. Lokalanästhetika, Vitamine oder Homöopathika) injiziert.


Dauernadeln:

Bei Dauernadeln handelt es sich um ca. 2 mm lange Nadeln, die in Akupunkturpunkte im Ohr eingestochen, mit einem Pflaster fixiert und mehrere Tage belassen werden. Dadurch erreicht man eine länger anhaltende Wirkung bei akuten und chronischen Störungen.


Lasertherapie:

Statt der Nadeln kann auch ein Lasergerät eingesetzt werden. Zum Einsatz kommen z.B. Helium-Neon-Laser mit einer Wellenlänge von 632,8 nm und einer Ausgangsleistung von 2-5 mW. Ebenso gibt es sogenannte Infrarotlaser, die im nichtsichbaren Bereich arbeiten und Diodenlaser (neueste Entwicklung), die in Bereichen von 10, 20 und 30 mW Ausgangsleistung arbeiten. Die Bestrahlungsdauer beträgt bei Erwachsenen ca. 20 Sekunden pro Punkt, bei Kindern stellt diese Methode die Therapie der Wahl dar. Hier wird eine Bestrahlungsdauer von 5 - 10 Sekunden je Punkt angewandt. Wegen seiner durchblutungsfordernden Wirkung wird der Laser auch zur Flächenbestrahlung z.B. bei Neurodermitis oder Ulcus cruris verwendet.


Elektrostimulation:

Eien eingestochene Akupunkturnadel wird mit Hilfe einer Klemme mit einem Stimulationsgerät verbunden und mit einem minimalen elektrischen Strom gereizt (z.B. bei Lähmungen oder Schmerzen).


Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS):

Flache Oberflächenelektroden mit einem Durchmesser von 1-2 cm werden auf Akupunkturpunkte geklebt und elektrisch stimuliert.


Moxibustion:

Mit Hilfe von Moxazigarren, die aus getrocknetem Beifußkraut bestehen, können gewisse Punkte zusätzlich mit Wärme gereizt werden (z.B. bei Yang-Leere-Zuständen = Energiemangel).


Schröpfkopftherapie:

Glaskugeln mit einer kleinen Öffnung werden durch Feuer von innen erwärmt und mit einer raschen Bewegung auf die Haut aufgesetzt. Der Unterdruck, der bei der Abkühlung entsteht, fixiert die Kugel an der Haut.


Akupressur und traditionelle chinesische Massage:

Reizung der Akupunkturpunkte durch spezielle Druck- und Massagetechniken.