Ausbildung

Nichtmedikamentöse und nichtinvasive Therapien der TCM (wie z.B. Tuina, Schröpfen, Moxibustion), sind Behandlungstechniken, welche die Haut nicht verletzen.

Die chinesische Medizin generell wurde sehr früh - im 4. Jh. von Korea aus nach Japan vermittelt, zahlreiche klassische Medizinfachbücher wurden in der Originalsprache gelesen. Beide Länder sind kulturell eng mit dem Chinesischen verbunden. Wenn heute in Korea oder Japan von deren Altmedizin gesprochen wird, so ist unschwer dei chinesische Quelle zu erkennen. Obwohl die chinesische Massage schon so alt ist, wird sie in der westlichen Literatur kaum erwähnt. Nur bei Klassikern wie Hippokrates, Avicenna u.a. findet man Hinweise. 

 

Die Tuinatherapie ist ähnlich der Akupunktur und zählt wie diese zu den Ordnungstherapien, basierend auf folgenden 5 Säulen:

  • Neurophysiologisch (über die segmentale Organisation des Rückenmarks (Head´sche Zonen)
  • Biochemisch-physikalisch (Neurotransmitter, sowie die vermehrte Ausschüttung von Endorphin und Enkephalin)
  • Biophysikalisch (Photoemission)
  • Ganzheitlich (Grundsystem nach Pischinger) und
  • Morphologisch-histologisch (spezifische Bindegewebsstrukturen nach Pischinger, Kellner und Heine).

 

Für das Funktionieren einer Tuina-Therapie bedarf es eines intakten Nervensystems. Nur dann kann die "Gate-Control-Theorie" die deszendierende Hemmung über Neurotransmitter bzw. Leitungsbahnen, funktionieren.

 

Die chinesische Massage - TUINA, wird nach 2 Grundgriffen benannt: TUI = schieben, NA = greifen. Im Medizinlehrbuch "Neijing" (entstanden ca. 230 v. Chr.) wird bereits beschrieben, dass die Massage neben der Akupunktur von Ärzten praktiziert wird. Beide Methoden zählen zu den äußeren Behandlungsformen (ähnlich der physikalischen Therapie = äußere Therapie, medikamentöse Therapie = innere Behandlung).


Tuina Grundkurs Salzburg


Bericht einer Physiotherapeutin über die Tuina-Ausbildungsreihe in Salzburg:


Der Grundkurs stellte sich aus meiner Sicht als Physiotherapeutin und Osteopathin als perfekter Einstieg in die TCM dar. Prof. Dr. Alexander Meng, welcher als Referent fungierte, vermittelt die Inhalte sehr authentisch und auch teils kritisch. Dieser Ansatz ist aus der Sicht unserer sehr schulmedizinisch geprägten Betrachtungsweise gut annehmbar und somit hilfreich in der weiteren praktischen Anwendung. Die anfangs sehr "kompliziert" wirkenden Denkweisen konnte Prof. Meng in einem gut durchdachten Unterrichtskonzept praxisnahe vereinfachen und darstellen.

Der vierteilige Kurs beinhaltete die Entstehungsgeschichte, Wirkungsweisen, Meridianlehre und besondere Punkte, Reizdosierung, Grundtheorien, Diagnostikmethoden in der TCM, Behandlungspläne und die praktische Durchführung der Tuina-Massage. Der letzte Kurs diente einerseits zur Vertiefung des Erlernten, anderseits gab Prof. Meng einen Einblick in die praktische Anwendung der Tuina in der neurologischen Praxis.

Ich bedanke mich und freue mich auf ein Wiedersehen.

V.P., MSc.D.O.


Ansprechpartner

 

Prof. Dr. Alexander Meng