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Traditional Chinese medicine and ancient medical book on bamboo

Arzneitherapie

Arbeitskreis für Chinesische Arzneitherapie

Die Arzneitherapie ist die Königsdisziplin der Traditionellen Medizin und wird seit mehr als zwei Jahrtausenden in China angewendet. Hauptsächlich Arzneien pflanzlicher Herkunft in Form von Samen, Wurzeln, Blättern, Blüten und Rinden, sowie einige wenige Mineralien und Substanzen aus dem Tierreich, die strengen Artenschutzbestimmungen unterliegen, werden in ausgewogenen Rezepturen, angepasst an die Kondition und Konstitution des Patienten, zusammengestellt. So können zusätzlich zur energetischen Wirkung der Akupunktur bei Leere- Zuständen Qi, Blut, YIN und YANG tonisiert werden, aber auch Toxine, pathogene Faktoren bzw. Fülle – Zustände sehr effizient eliminiert werden.

Weil die Arzneitherapie  auch in Österreich einen immer höheren Stellenwert erlangt, gibt es bereits seit 1991 ein ÖÄK-Diplom für Chinesische Diagnostik und Arzneitherapie, wofür wir eine Komplettausbildung anbieten.

Ansprechpartner

Manfred Richart

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Einführung

Anfangs war es vor allem die Akupunktur, die sich im Westen durchsetzen konnte. Doch neben dieser und anderen chinesischen Therapiemethoden, ist vor allem die Heilkräutertherapie von herausragender Bedeutung. Sie ist Herz und Essenz der chinesischen Medizin und die in China am häufigsten eingesetzte traditionelle Therapiemethode. Basierend auf medizinischen Texten, die zum Teil über 2000 Jahre alt sind, haben Generationen von Ärzten und medizinischen Schulen ein komplexes System von Diagnoseverfahren, wie die berühmte Puls- und Zungendiagnose entwickelt. Diese wurde in den letzten Jahrzehnten mit ständig wachsendem Interesse auch außerhalb Chinas wahrgenommen. Weltweit ist die traditionelle chinesische Kräutertherapie nach der westlichen Schulmedizin die zweithäufigste praktizierte Medizinrichtung.

Bewahrung der Harmonie sowohl im Stoffwechsel als auch im Seelenleben der Menschen steht im Mittelpunkt der Bemühungen. Ausgehend von einer genauen Kenntnis der Wirkungsweise vieler hundert Pflanzen, gelegentlich aber auch von Substanzen tierischer und mineralischer Herkunft, entstanden zahlreiche Rezepturen, um Krankheiten vorzubeugen, diese zu heilen oder zu lindern. Auch Nahrungsmittel spielen in diesem System eine große Rolle.

Wegen des relativ umfangreichen Lehrstoffs ist manchmal die Hemmschwelle davor ziemlich hoch – selbst bei Akupunkteuren! Zu Unrecht, denn durch die kompetent und liebevoll geführten Ausbildungsserien der ÖGA ist der Stoff fast vergnüglich zu lernen.

 

Für Anfänger und Wiederholer:

Im Oktober 2018 startete eine neue Ausbildungsserie, der 9. Post Graduate-Lehrgang, zur Erlangung des ÖAK-Diploms für Chinesische Diagnostik und Arzneitherapie. Prof. Dr. Mag. Gertrude Kubiena leitet diesen Lehrgang in bewährter Weise:
Optimales Zeit-, Preis-, Leitungsmanagement, renommierte Referenten aus dem In- und Ausland garantieren eine zügige, umfassende, qualifizierte und praxisorientierte Ausbildung. Zwischentests verweisen auf das Wesentliche, helfen, das eigene Wissen auf dem Laufenden zu halten und bereiten spielerisch auf die Diplomprüfung vor. Oft kann Chinesische Arzneitherapie helfen, wo Akupunktur an ihre Grenzen stößt und umgekehrt. Die Kombination beider Methoden mit unserer modernen Medizin optimiert das therapeutische Spektrum zum Wohle der Patienten und zur Freude von uns Ärzten.

Geschichte

Im Laufe der letzten 3000 Jahre hat sich in China ein umfassendes Medizinsystem entwickelt, das in zunehmendem Maße auch außerhalb Chinas Interesse findet und zur Anwendung kommt.
Abgesehen von der Akupunktur hat vor allem die chinesische Kräutertherapie innerhalb der traditionellen chinesischen Medizin zunehmend an Bedeutung gewonnen und erlangt auch bei uns einen immer höheren Bekanntheitsgrad und Stellenwert. Das ÖÄK-Diplom für Chinesische Diagnostik und Arzneitherapie trägt dem Rechnung.

Auch in Österreich ist in den letzten Jahren ein ständig steigendes Interesse an diesen medizinischen Möglichkeiten und entsprechenden Ausbildungsangeboten zu beobachten. Aus diesem Grund hat sich im Jahr 2002 die Österreichische Gesellschaft für Akupunktur entschlossen, den Österreichischen Arbeitskreis für chinesische Kräutertherapie zu gründen.

Seit dem Jahr 2015 wird unser Arbeitskreis durch Einbindung der MEDCHIN (Prof. Dr. G. Kubiena) verstärkt.

 

Ansprechpartner

Manfred Richart

Wogegen hilft Arzneitherapie?

In der täglichen Praxis lässt sich dieses System vielfach einsetzen:

  • Prävention und Lebensstilberatung
  • Gezielte Behandlung relativ geringer gesundheitlicher Beeinträchtigungen und Regulationsstörungen
  • Behandlung schwerer Krankheiten
  • Unterstützung und Ergänzung schulmedizinischer Therapien
  • im Falle von unheilbaren Erkrankungen zur Verbesserung der Lebensqualität